
Sachlich, zweckmässig und brauchbar solle Architektur sein, den Gesetzen der Schönheit folgen, sagte der schwäbische Architekt und Kirchenbaumeister Thomas Wechs (1893–1970). Haus L in Augsburg wurde 2008 mit dem Thomas-Wechs-Preis ausgezeichnet.
Das Grundstück klein, die Nachbarn nah: Haus L am Doktorgässchen liess keinen Raum für Übermut, weshalb die Architektin Regina Schineis in die Höhe plante. Um trotz der Nähe zu den Nachbarhäusern ein Maximum an Licht ins Haus zu bringen, arbeitete Schineis mit Faltschiebeläden, die sowohl funktionales wie gestalterisches Element sind. «Die gesamte Westfassade lässt sich mit Faltläden weitestmöglich und ganz einfach öffnen.» Sind sie offen, reicht der Wohnraum quasi bis in den öffentlichen Raum hinaus. Richtung Süden setzte Schineis drei Faltschiebeelemente ein, und auch bei den Fenstertüren zur Terrasse kamen Faltschiebeläden zum Zug. Diese lassen sich sanft und leise im 90 Grad-Winkel seitlich an die Fensterfront schieben, wo sie kaum Platz beanspruchen und sich nicht in die Quere kommen, was den Einsatz so vieler Fenster überhaupt erst möglich macht. Die Faltschiebeläden mit HAWA-Frontfold 20 sind das prägende Element dieses nicht alltäglichen Wohnhauses – sozusagen die schützende Haut aus Faserzement.
Der Thomas-Wechs-Preis 2008 ging somit an ein Architektenteam, das die gestalterischen Möglichkeiten von Schiebesystemen nicht nur kennt, sondern auch gekonnt zur Wirkung bringt.
HAWA-Frontfold 20
Beschlag zum Schieben und Falten von Holz-, Metall- oder Leichtmetall-Faltschiebeläden (innenliegend oder vorgesetzt). Die Läden können zusammengefaltet seitlich 90° zur Fensterfront gestellt werden.
Max. Flügelgewicht: 20 kg
Max. Flügelbreite: 600 mm
Flügeldicke Holz: 28–36 mm
Flügeldicke Aluminium: 28–32 mm
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